| Kommentar |
Ausgehend von der Prämisse, dass Musik ein Prozess ist, und Kultur durch Prozesse definiert wird, kommt der Involvierung von Musik historisch wie aktuell – auch in Prozessen von Grenzveränderungen innerhalb und zwischen Gesellschaften – unter musikethnologischen Perspektiven eine wichtige Bedeutung zu. Bei unseren Betrachtungen von Aufführungskünsten als Modalitäten der Überschreitung, Verschiebung oder Überwindung von Grenzen sollen dabei die folgenden zentralen Aspekte beobachtet werden:
• kulturelle Grenzen zwischen ethnischen und/oder sozialen Gruppen, • musikalische Grenzen zwischen Genres, Stilen und Aufführungspraktiken (z.B. an Musikinstrumente gebundene), sowie • topologische Bewegungen von Repertoires über räumliche Grenzen oder virtuelle Topologien hinweg.
Aus medialer Perspektive gesehen änderten sich seit etwa den 1930er Jahren die Voraussetzungen zur Überwindung von Grenzen mit Hilfe von Aufführungskulturen: Die Unterstützung durch um Aktualität und Detailreichtum bemühte Medien – anfangs initiiert durch den Rundfunk, später ergänzt durch das Fernsehen, und heute maßgeblich ausgebaut durch das Internet und mobile Medien – spielen hierbei eine wichtige Rolle. Zusammen genommen heisst dies, dass wir Beispiele aus einem vielfältigen Themenkatalog aus den Bereichen Kunstmusik, ethnische und "World Music", sowie populäre Musik zu betrachten haben werden. Es kann also recht 'bunt' werden!
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| Leistungsnachweis |
Bedingung für den Erwerb eines BN: Regelmäßige Teilnahme an der Veranstaltung. Recherche, kurzes Handout, schriftliche Anfertigung und Vortrag eines Referates von etwa 20 Minuten Länge (d. h. ca. 8 - 9 Seiten DIN A4).
AP: StA, HA
AP-Anmeldefrist: 4 Wochen vor Semesterende |