„Der liebe Gott steckt im Detail“, lautete ein Leitspruch von Aby Warburg. Der bedeutende Kunstwissenschaftler war dafür bekannt, in seiner Arbeit vom konkreten Gegenstand auszugehen und eine scheinbar unbedeutende Kleinigkeit auf einem Bild zum Ausgangspunkt wissenschaftlicher Erkenntnis zu machen.
Das Basisseminar folgt diesem Ansatz. Ausgehend von klar umgrenzten „Gegenständen“ (einer notierten Komposition, einer Tonaufnahme, einem Konzertereignis, einem theoretischen Text, einer spezifischen Frage etc.) werden wir erkunden, was es bedeutet, Musik zu erforschen und zu vermitteln. Ziel ist es dabei, unterschiedliche (musik)wissenschaftliche Methoden und Denkansätze kennenzulernen und Praktiken wissenschaftlichen Arbeitens einzuüben. Zugleich werden wir gemeinsam reflektieren, wie musikbezogenes Wissen adäquat vermittelt werden kann, denn sowohl in der Wissenschaft als auch in der musikalischen Praxis spielen Fragen der Vermittlung und des Wissenstransfers eine zunehmend wichtiger werdende Rolle.
Während wir zunächst im Plenum arbeiten, sollen die Teilnehmenden im Lauf der zweiten Phase des Seminars – unterstützt von der Seminarleitung – in Kleingruppen oder allein (erste) praktische Erfahrungen in der Erforschung und Vermittlung von Musik gewinnen. Wie das geschehen kann, wird in der ersten Sitzung gemeinsam besprochen.