| Kommentar |
Dieses Seminar widmet sich der engen Verflechtung von Musik und nationalen Identitätskonstruktionen vom 19. Jahrhundert bis in die Gegenwart. Untersucht werden musikalische Nationalstile, die Rolle von Volksliedsammlungen, Oper, Hymnen und populären Genres sowie die Funktion von Musik in politischen Bewegungen und staatlicher Repräsentation. Dabei werden sowohl europäische Beispiele als auch transnationale und postkoloniale Perspektiven berücksichtigt. Theoretische Ansätze aus Nationalismusforschung, Kulturtheorie und Musiksoziologie bilden die Grundlage für die Analyse konkreter Werke und Diskurse. Ziel des Seminars ist es, Musik als Medium politischer Symbolik und kultureller Selbstvergewisserung kritisch zu reflektieren und Mechanismen der Inklusion und Exklusion in musikalischen Nationalnarrativen sichtbar zu machen. |