| Kommentar |
Franz Liszt gehört zweifelsohne zu den einflussreichsten wie schillerndsten Figuren der Musikgeschichte des 19. Jahrhunderts. Sein umfangreiches Werkverzeichnis umfasst Werke unterschiedlichster Gattungen. Entstanden in seiner Virtuosenzeit vorwiegend brillante Klavierwerke für den eigenen Gebrauch, so steht die von ihm maßgeblich geprägte Gattung der Symphonischen Dichtung (Mazeppa, Les Préludes u.a.) im Zentrum seiner ersten Weimarer Zeit, in der auch seine beiden Klavierkonzerte entstanden. Seine zunehmende Hinwendung zur Kirchenmusik brachte anschließend mehrere abendfüllende Oratorien (Christus, Die Legende von der heiligen Elisabeth) sowie andere größer und kleiner besetzte Chorwerke hervor. Daneben entstanden unzählige, teils maßstabsetzende Klavierwerke wie die h-Moll-Sonate, Lieder und Kammermusik. Zahlreiche Bearbeitungen von Werken anderer Komponisten schrieb Liszt nicht nur für das Klavier, sondern auch – neben Originalkompositionen – für die Orgel.
In diesem Repertoirekunde-Seminar wird die gesamte Bandbreite von Liszts Schaffen erkundet. Neben einer Einführungsphase, die Liszts Biographie sowie den musikalischen und gesellschaftlichen Voraussetzungen seiner Zeit gewidmet ist, werden seine Werke vorwiegend durch Referate vorgestellt. |
| Literatur |
Gut, Serge, Franz Liszt, Sinzig 2009 (Musik und Musikanschauung im 19. Jahrhundert, 14). |
| Leistungsnachweis |
BN: Regelmäßige Teilnahme und Mitarbeit, regelmäßige Erledigung von Hausaufgaben, Übernahme eines Referates/einer Präsentation.
AP-Anmeldefrist: 17.12.2026
AP-Themenabgabe: 21.01.2027 |