Was ist „Renaissance-Musik“ und wie klingt sie?
Unter „Renaissance“ wird kunst- und kulturgeschichtlich der Zeitraum zwischen ca. 1350 und 1620 verstanden, der in Europa von einer Blüte der Künste, Wissenschaften, Philosophie und Architektur gekennzeichnet war. Mit dem humanistischen Selbstbewusstsein eines Aufbruchs in eine neue Zeit verband sich gleichzeitig der Gedanke einer Rückbesinnung auf die Errungenschaften der Antike und deren Neubelebung. Was bedeutete dies im Bereich der Musik, und inwieweit lässt sich musikgeschichtlich überhaupt von einer „Renaissance“ im Sinne einer „Wiedergeburt“ sprechen?
Die an Studienanfänger*innen der Musikwissenschaft und künstlerischer Fächer gerichtete Veranstaltung, in der auch interessierte Studierende benachbarter Disziplinen willkommen sind, unternimmt Streifzüge durch die Musikgeschichte des 15. und 16. Jahrhunderts, stellt einschlägige Orte und Institutionen der Musikausübung sowie deren Protagonist*innen vor, macht mit den wesentlichen musikalischen Gattungen vertraut, nimmt musikalische Quellen in den Blick und ebnet Wege zum Verständnis des musikalisch Überlieferten. Im Mittelpunkt stehen dabei immer die Musik selbst sowie deren kulturgeschichtliche Kontextualisierung.
Die Veranstaltung kann voraussetzungslos besucht werden, setzt aber die Bereitschaft voraus, sich mit ungewohnten Klangereignissen und neuen Begrifflichkeiten, Sachverhalten und Denkweisen auseinanderzusetzen und vertraut zu machen. |